Read Plexus: Roman by Henry Miller Online

Title : Plexus: Roman
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ISBN : B0000BLMOQ
ISBN13 : -
Format Type : PDF
Language : Italienisch
Publisher : Bertelsmann Lesering Auflage 1st Edition in this form 1963
Number of Pages : 294 Pages
File Size : 764 KB
Status : Available For Download
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Plexus: Roman Reviews

  • Dieter Otto
    2018-11-19 13:55

    ...das wohl wichtigste Thema. Hier malauf eigene Art von Miller dargestellt.Kann man e i n m a l lesen.

  • Stefan Proust
    2018-11-05 07:45

    Der Roman "Plexus" beweist, dass Henry Miller zu unrecht auf die Rolle des Skandalschriftstellers mit eindeutigen obszönen und pornographischen Darstellungen reduziert und festgelegt wird. Denn in diesem hier vorliegenden Buch gibt es so gut wie keine Sexstellen, man hat den Eindruck, dass Henry Miller nach dem er sich im ersten Teil seiner dreiteiligen Trilogie "Sexus/Plexus/Nexus", sexuell ausgetobt hatte, sexuell ausgebrannt war und sich in seinem zweiten Teil "Plexus" deshalb ungewöhnlich züchtig gibt. Doch dieser vordergründige Eindruck trügt. Während der Unterleib, die Physis in diesem Roman schweigt, herrscht im Kopf, in der Metaphysik von Henry Miller pure, zügellose, wilde Anarchie. Die Handlung ist deshalb hier nicht wichtig und zweitrangig: der Ich-Erzähler kündigt seine Stelle in der Telegraphengesellschaft von New York, weil er von der Absicht erfüllt ist, Schriftsteller zu werden. Mit seiner Zweitehefrau Mona lebt er nun, von einer Wohnung zur anderen wandernd und umziehend, in ärmlichen Verhältnissen, in Kontakt mit anderen Außenseitern und Versagern der US-amerikanischen Gesellschaft. Zusätzlich erzählt Henry Miller auch über seine Kindheit und Jugend in den Straßen von Brooklyn, die ihn zutiefst geprägt haben. Der Ich-Erzähler Henry beabsichtigt also sich von allen Fesseln der bürgerlichen Welt loszulösen, angebtrieben von dem unbändigen Willen zur künstlerischen Freiheit und Unabhängigkeit: "Ich war aufgeschlossen, im Einklang mit der Welt und gelöst. Ich sah, wie leicht es war, sobald einmal die gewünschte Atmosphäre hergestellt war, vom Leben eines bezahlten Angestellten, eines Arbeitssklaven, mit einem Wort, eines Dummkopfes, zu dem eines Künstlers hinüberzuwechseln." Sein ehrgeiziger Plan Schriftsteller zu werden erlaubt ihm aber nicht die freie Zeit mit Nichtstun und Müßiggang zu verbringen. Statt einer Lohnarbeit nachzugehen, schlendert und marschiert er durch die Straßen Manhattans, sammelt Eindrücke und Bilder in unmittelbarer Umgebung("...las in den Gesichtern, den Gebärden, dem Gang, den Häusern, den Straßen, den Leidenschaften und den Verbrechen. Alles, ja alles wurde aufgenommen, analysiert, verglichen und beschrieben.") oder begiebt sich auf viel weitere Reisen, in die Welt der Bücher, verbringt seine freien Nachmittage und Abende in der Bibliothek mit dem Studium der Bücher, liest klassische und zeitgenössische Literatur, verschlingt Wörterbücher, Nachschlagewerke und Lexika, spricht in fiktiven Gesprächen mit "berühmten Koryphäen auf Gebieten wie der Anthropologie, der Soziologie, der Physik und der Astronomie, als stünde ich mit ihnen in enger Verbindung", saugt alles unsystematisch auf, sozusagen seinem Spürsinn folgend, ist mit den Autoren der verschiedenen Epochen "Handwerker, Vagabund, Verbrecher, Krieger, Abenteurer, Gelehrter, Forschungsreisender, Dichter, Maler, Musiker, Bildhauer, Baummeister, Fanatiker und Frömmler - alles in einem", kurz er ist besessen von der Leidenschaft, "mir Wissen, Geschicklichkeit, Beherrschung der Technik und unerschöpfliche Erfahrung zu erwerben", verbunden mit dem Verlangen "nach Ordnung, Schönheit, Vereinfachung, Genuß und Verständnis". Ist diese Geistesarbeit nicht viel wichtiger und produktiver als jede maschinelle, technische, tägliche Lohnarbeit, ist sie "nicht weniger müßig als der beschäftigteste Geschäftsmann der Industriewelt"?Durch das willkürliche, autodidaktische Studium ist Henry Miller für alles offen, für Rassen, Nationen, Kulturen, Weltanschauungen, Religionen, Meinungen, Sitten und Bräuche. Das unterscheidet den Künstler und Schriftsteller vom gewöhnlichen Menschen, Lohnarbeiter und Angestellten: er ist spielerisch schöpferisch, "die Welt ist sein Rohmaterial. Andere Menschen sind zufrieden mit ihrer kleinen Ecke in der Welt, ihrer eigenen kleinen Arbeit, ihrer eigenen kleinen Sippe, ihrer eigenen kleinen Weltanschauung und so fort." Henry Miller will unsere bürgerliche, moderne, säkulare Welt aus der Verankerung reißen, er will Verwirrung und Unruhe stiften. Das gilt ganz besonders auf dem Gebiet der Metaphysik. Es wird immer viel zu selten erwähnt, dass Henry Miller sich zeitlebens als einen Metaphysiker gesehen hatte. Die individuelle, skeptische, anarchische Metaphysik von Henry Miller ist jedoch unabhängig von einer bestimmten Religionsform oder einer theologischen und philosophischen Schule, seine Aufgabe sieht Henry Miller nicht darin zu belehren und zu dozieren ("Ich gehöre zur Sorte derer, deren Aufgabe nicht darin besteht, der Welt eine Lehre zu erteilen, sondern zu erklären, dass die Schule aus ist.") sondern im Entwerfen von metaphysischen, visionären, surrealen Bildern und Gedanken. Am Ende des Romans gibt es eine etwas längere Passage, in der Henry Miller seinen skeptischen metaphysischen Horizont entwirft. Während er durch New York schlendert, fällt ihm ein Satz aus einem Buch wieder ein, dass ihn nicht mehr loslässt: "Wir haben die Frage der Existenz Gottes noch nicht gelöst - und du willst essen!" Plötzlich bleibt er auf dem Gehsteig stehen und ruft aus: "Wo zum Teufel sind wir?" Diese Art, etwas Selbstverständliches, wie unsere Welt mit ihren alltäglichen Sorgen und Pflichten, für nicht selbstverständlich anzusehen, ist beim modernen Menschen etwas ganz seltenes. Die meisten Menschen leben wie Roboter, gehen ihrer Arbeit und ihren weltlichen Tätigkeiten nach, und dass jeden Tag immer wieder, jeden Tag das selbe. Die wichtige Frage Gottes ist noch immer nicht beanwtortet, und du willst essen!?: "Ich wußte nur eines, es zählte nur eines: ich war nach Rußland versetzt, unter verwandten Geistern, vollständig von einer so esoterischen Angelegenheit wie der strittigen Existenz Gottes bessen." Henry Miller geht es also nicht um metaphysische Antworten, sondern zunächst einmal und vor allem um metaphysisches Fragen, um metaphysisches Hinterfragen: "Wir haben die Frage der Existenz Gottes noch nicht gelöst" An diesem Punkt schalte ich mich immer ein. Jetzt ist meine Zeit gekommen. Gottes Zeit, mit anderen Worten. Die immer "im Augenblick" ist. Wenn man mich hört, würde man glauben, ich sei ein Mitglied der Heiligen Synode, der Heiligen Philharmonischen Synode. Ich brauche mich nicht in Einklang zu bringen: ich bin seit Urzeiten im Einklang. Äußere Klarheit kennzeichnet mein Spiel." Gerade in der Metaphysik sollte es Unabhängigkeit und Gedankenfreiheit geben, weil es keine letztgültigen Antworten in diesem Bereich geben kann. Für Miller ist die Frage nach der Existenz Gottes deshalb eine "rein ökumenische Frage" und er plädiert dafür die metaphysische Vielheit ohne Denkblockaden und Ängste wenigstens zur Kenntnis zu nehmen: "Die Kameraden fühlen sich entspannt und wohl. Keine Bombe wird hier platzen, ehe ich nicht den Befehl dazu gebe. Zu meiner Rechten sitzt Dostojewski; zu meiner Linken der Kaiser Anathema. Jedes Mitglied der Gruppe hat sich in einer bemerkenswerten Art ausgezeichnet. Ich bin der Einzige "ohne Portefeuille". Ich bin der Uitlander. Ich komme vom Rande, das heißt aus dem Unruhekessel."In Millers Prosa brodelt es tatsächlich gewaltig, er schleudert seine Wut- und Hasstiraden auf alles, was der westlichen Welt heilig ist: In seiner Auseinandersetzung mit John Brown verkündet er das Ende des Weißen Mannes, jener weißen Menschen, die "die Welt umgekrempelt, in Schrecken versetzt" haben. Der Untergang des Weißen Menschen ist nur noch eine Frage der Zeit: "Laßt ihm noch ein wenig Zeit, und der Weiße wird sich und die schändliche Welt, die er geschaffen hat, vernichten. Er weiß keine Lösungen für die Übel, die er über die Welt gebracht hat. Nicht eine. Er ist leer, illusionslos, ohne eine Spur von Hoffnung. Er sehnt sich nach seinem eigenen elenden Ende." Er spricht vom unseligen Erbe des Natterngezüchts von Luther und Calvin. Bei seiner Randbemerkung zu Dostojewski, vor dessen Menschlichkeit und Künstlertum, der "ein wahrhaftes Pantheon von Gestalten geschaffen hatte, Menschen, wie man sie nie zuvor kannte und nie wieder kennen würde", sich Henry Miller verbeugt, weist er auf "alle verrückten Zaren und alle grausamen, bösen Päpste" hin, die einer so, machtpolitisch gesehen, bedeutungslosen Figur wie Dostojewski nicht das Wasser reichen können. Trotz seiner Verachtung der bestehenden Mächte, fällt Henry Miller niemals ins fanatische oder sentimentale hinein. Henry Miller ist ein Sinnenmensch, der einen gesunden Hunger und Durst nach den sogenannten guten Dingen des Lebens verspürt. Ein Vers aus dem Buch der Richter, "Zu der Zeit war kein König in Israel; ein jeglicher tat, was ihm recht deuchte", beflügelt und elektrisiert Henry Miller, weil er genau das wiedergibt, was Miller unter einem glücklichen Leben versteht: "Zu welcher Zeit? fragte ich mich. Wann mag sie wohl gewesen sein, diese glorreiche Epoche, und warum hat der Mensch sie vergessen? Zu der Zeit war kein König in Israel. Das ist nicht die Geschichte der Juden, es ist die Geschichte der Menschen. So begann der Mensch - in Vortrefflichkeit, Würde, Ehre und Weisheit. Ein jeglicher tat, was ihm recht deuchte. Hier hat man in wenigen Worten das Geheimnis einer rechtschaffenen und glücklichen menschlichen Gesellschaft. Es gab eine Zeit, da die Juden einen solchen Lebenszustand kannten. Eine Zeit, in der ihn auch die Chinesen, die Kreter, die Hindus, die Polynesier, die Afrikaner und die Eskimos kannten."Wenn man Miller liest fühlt man sich als Kosmopolit, wie bei Walt Whitman. In ihrer leidenschaftlichen, dynamischen Individualität sind die beiden US-amerikanischen Schriftsteller ein Segen für die literarische Welt.

  • None
    2018-10-26 06:30

    Das zweite Buch aus der Reihe Sexus/Plexus/Nexus, in dem Miller das Zusammenleben mit Mona, einer Frau die er abgöttisch geliebt hat, beschreibt. Der Autor schildert wie er dazu kam alles Bürgerliche hinter sich zu lassen und Schriftsteller zu werden. In meinen Augen das beste Buch von Ihm. Selten kam ich beim lesen so ins Träumen, besonders da Miller wunderbar Personen beschreiben kann, und plötzlich hat man Sympathien mit Menschen, die man sonst wie die Pest meiden würde. Nachdem ich las was Miller erlebte, mit welchen Typen er zu tun hatte und welche Katastrophen er hinter sich gebracht hat, konnte ich nicht anders als mich an meinem Leben zu erfreuen, nicht weil ich schadenfroh bin, sondern weil ich das Gefühl hatte, auch die weniger angenehmen Dinge sind gut. Sein Buch sprüht vor Leichtigkeit, Lebensfreude und Liebe. Ein Buch das ich immer wieder lesen kann.Jeder der Interesse an kontroversen Menschen hat, Spießertum hasst und auf der Suche ist nach Beispielen für individuelle Selbstverwirklichung wird Freude an diesem Buch haben.Sehr empfehlenswert.

  • unisono milano
    2018-11-17 12:49

    Henry Miller: PlexusDer Entwicklungsroman zaehlt zu den Werken, die Henry Miller ineinem reiferen Lebensstadium geschrieben hat. Die Sprache istweniger avantgardistisch als bei "Wendekreis des Krebses",dafuer bietet "Plexus" neben einer realistischen Erzaehlung auchtiefe Einblicke in die Weltanschauung des Schriftstellers. Soverwundert es nicht, dass dieses Buch wichtige Gedankengaengeenthaelt. Da geht es um die Einteilung des Leidens in unter-schiedliche Arten, da wird um die Rolle des Schriftstellers inder Gegenwart gerungen, Religionen werden kritisch durchleuchtet,moralische Bannflueche hinterfragt und die autodidaktische Suchenach Kunst und Wissen wird besungen.Darum geht es: Plexus ist der grosse Gesang des unkonventionellenDenkens und ein Bekenntnis zu einem muendigen Leben. "Sufferingis unnecessary. But one has to suffer before he is able to realizethat this is so", Henry Miller.Siegfried Lebherz

  • derKremer
    2018-11-15 07:51

    Miller ist schon älter, seine Schreibe weniger extrem, aber die Bilder gewinnen an Intensität. Ja das geht. Wer in seinem Leben den Blick und die Intensität im Kleinen verloren hat, findet das in diesem Buch wieder. Miller lehrt den Leser, obwohl ihm das Lehren eher fremd war, Lebendigkeit. Für mich ist Miller der Inbegriff des realen Lebensliebers. Eine eindeutige Empfehlung.

  • Michael Schulte
    2018-10-31 08:46

    Ein unterhaltsam zu lesender autobiografischer Roman, voller farbiger Charaktere. Das Lektürevergnügen wird allerdings mächtig durch diese Übersetzung gemindert. Es wimmelt von Grammatikfehlern, ständig werden her und hin verwechselt, und das Bemühen, selbst geläufige amerikanische Redewendungen und Vokabeln einzudeutschen, entnervt auf die Dauer; so wird aus downtown Unterstadt, aus potatochips Kartoffelschnitzel, und gas staition heißt hier nicht etwa Tankstelle, sondern Benzinstation. Man fragt sich, wofür Lektoren bezahlz werden.