Read Der Wandel des Krieges: Von der Symmetrie zur Asymmetrie by Herfried Münkler Online

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Herfried M nkler beschreibt den Wandel vom klassischen Krieg zwischen Staaten zu neuen Kriegsformen, in denen substaatliche Akteure zu Herausforderern des fr heren Kriegsmonopolisten Staat geworden sind Mit diesem Wandel haben sich nicht nur die sicherheitspolitischen Arrangements ver ndert, sondern es haben auch die v lkerrechtlichen Regelungen, die auf den klassischen Staatenkrieg bezogen waren, an Kraft verloren An ihre Stelle ist eine Konfrontation von Konzeptionen des gerechten Krieges mit solchen des heiligen Krieges getreten.Als Schl sselbegriffe dienen in M nklers Untersuchungen Symmetrie und Asymmetrie In der symmetrischen Konfrontation, die ber lange Zeit die europ ische Kriegsgeschichte bestimmt hat, standen sich nicht nur gleichartige Gegner gegen ber, sondern diese konnten sich wechselseitig auch als Gleiche anerkennen So wurde die Reziprozit t zur Grundlage der Strategie wie des Kriegsrechts Das ist in den neuen asymmetrischen Konfrontationen nicht der Fall Hier steht die waffentechnologische berlegenheit, insbesondere der USA, gegen neue Formen intensivierter Opferbereitschaft, die vom Partisanenkrieg bis zu den j ngsten Formen des Terrorismus reicht In diesen ver nderten Konfliktkonstellationen spielen auch die Medien eine neue Rolle Die Chance einer neutralen Berichterstattung schwindet, und stattdessen werden zunehmend Bilder selbst zu Waffen Sind in den neuen Kriegen die Medien an die Stelle des Rechts getreten, insofern sie ber Berichte und Bilder den kriegf hrenden Parteien Legitimit t zuweisen oder entziehen Die Epoche der Massenheere ist vorbei was wird an ihre Stelle treten Die heroisierten Gesellschaften Europas haben sich zu Beginn des 20 Jahrhunderts selbst zerst rt, aber welche Chancen haben postheroische Gesellschaften, sich gegen die Herausforderung durch kleine heroische Gemeinschaften zu behaupten Wie kann und soll die neue Sicherheitsarchitektur Europas aussehen...

Title : Der Wandel des Krieges: Von der Symmetrie zur Asymmetrie
Author :
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ISBN : 9783938808894
ISBN13 : 978-3938808894
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Velbr ck Auflage 2005., 4 Auflage 2014 1 Juli 2010
Number of Pages : 400 Seiten
File Size : 890 KB
Status : Available For Download
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Der Wandel des Krieges: Von der Symmetrie zur Asymmetrie Reviews

  • TraurigeTropen
    2018-11-11 12:12

    Das Buch ist quasi die Fortsetzung der "Neuen Kriege" und steht diesem in Qualität nicht nach. Bücher über aktuelle politische Verhältnisse veralten ja schnell und die aktuelle Lage erfordert immer neue Analysen. Dieses Bedürfnis nach scharfsinniger Analyse stillt Münkler mit seinen gut lesbaren und exzellen recherchierten Büchern. Für jede und jeden die oder der gerne etwas besser verstehen möchte was in der Welt der internationalen Politik so vor sich geht ohne monatelang in Universitätsbibliotheken zu recherchieren ist dieses Buch eine gute Wahl.

  • Bitburg
    2018-11-20 12:58

    Das vorliegende Buch von Herfried Münkler ist eine Sammlung von Aufsätzen, die sich mit dem vorliegenden Thema befasst. Es wäre jedoch zu einfach von einer losen Aneinanderreihung zu sprechen. Die Aufsätze bauen alle aufeinander auf und ergeben im Ganzen ein rundes Buch zu einem spannenden und leider auch wichtigen Thema.Von den vielen Themenfelder, die in diesem Buch behandelt werden, tauchen einige regelmäßig wieder auf. So z.B. die Tatsache, daß der uns in das kollektive Gedächtnis eingebrannte Staatenkrieg uns zu der einfachen Annahme verführt, daß Kriege immer einen Anfang (Kriegserklärung) und ein Ende (Friedensverhandlung, Kapitulation) haben. Daß dem historisch nicht immer so ist, wird anhand von Beispielen erläutert. Viele Kriege - so z.B. Bürgerkriege, beginnen und enden nirgends, scheinen endlos und wirken auf uns sinnlos. Daß diese Kriege durchaus Methode haben und daher lange "überleben" wird dem Leser deutlich vor Augen geführt.Sachkundig und geduldig, aber auch brilliant geschrieben, erklärt Münkler was an heutigen Kriegen asymmetrisch ist und wer davon profitiert. Wer sich auf diese Analsye einläßt, gewinnt einen völlig neuen Blickwinkel auf das Wesen des Krieges und begreift, warum sich die am Krieg beteiligten Akteure so verhalten, wie sie es tun.Immer auch wird hier Geschichte als Steinbruch für das Verständnis der "Neuen Kriege" genutzt. Ob im alten Griechenland oder den Staatenkriegen des 17ten und 18ten Jahrhunderts, Münkler ist nahezu in allen Jahrhunderten zuhause. Das Buch ist daher auch ein Streifzug durch die Geschichte.Dennoch ist das Buch mit Sicherheit keine populärwissenschaftliche Darstellung. Nüchtern und sachlich gehalten, als Aufsatzsammlung eher dem wissenschaftlichen Bereich als einer breiten Leserschaft zugedacht, wirkt das schwarz bemäntelte Buch, welches im Innern äußerst dicht und lebendig ist, etwas universitär. Das dem mit Sicherheit nicht so ist, wird gleich auf den ersten Seiten deutlich. Wäre das Thema nicht so schwer verdaulich, müsste man es als spannendes Sachbuch durchgehen lassen. Daher fünf Sterne.

  • Buchstabenleser
    2018-11-06 08:12

    Dieses Werk darf als Folgeausgabe zum Titel "Neue Kriege" angesehen werden. Münkler stellt darin erneut seine umfassende Fachkenntnis zum Thema unter Beweis. Allerdings wirkt das Buch an manchen Stellen etwas langatmiger als das bei "Neue Kriege" war Es ist nur mit etwas geistiger Konzentration zu lesen. Stellenweise setzt es auch Vorkenntnisse voraus.