Read Wenn Medien lügen: Ein Blick hinter die Kulissen von manipulierten Medien und gekauften Journalisten by Heiko Haupt Online

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Medienschelte und Journalistenbashing ein Sport, den mittlerweile viele betreiben Nicht ohne Grund Immer fter dr ngt sich der Verdacht auf, dass die Presse eher verschleiert anstatt aufzukl ren und unsere Nachrichten vielfach manipuliert sind Dass Medien die Wahrheit verzerren und das Berufsethos ihrer Macher in vielen F llen auf der Strecke geblieben ist, ist leider Fakt Mancher Reporter ist mehr auf das eigene Ego als auf die reine Wahrheit fixiert, Journalisten lassen sich korrumpieren, Nachrichten werden aufbereitet statt recherchiert, Produkte werden dann gelobt, wenn sie einen m glichst hohen Presserabatt versprechen Heiko Haupt belegt anschaulich und beispielhaft, warum die Medien in dieser sehr bedenklichen Entwicklung stecken Der Journalist wei aus jahrelanger Arbeit in Redaktionen und als unabh ngiger Medienexperte, wie mit der Ware Nachricht t glich umgegangen wird unterbesetzte Redaktionen gehen in der Nachrichtenflut unter, fischen das Falsche heraus, oftmals aus dem Internet, klammern sich an fremde Textkonserven Hinzu kommt Einfluss und Druck von allen Seiten Hinter den Kulissen ist es l ngst zum Alltag geworden, dass Werbekunden, Industrie und Politik die Berichterstattung bestimmen Alle erwarten, gut bedient und richtig dargestellt zu werden und dass ihre guten Beziehungen Fr chte tragen Kein Wunder, dass zwischen Presse, Politik, Promotion und Product Placement kein Blatt mehr passt Und dass der investigative, seri se, unabh ngige Journalismus nahezu abgedankt hat Wenn Medien l gen ein aufkl rendes, aufr ttelndes Pl doyer wider dem Abgesang auf die Wahrheit....

Title : Wenn Medien lügen: Ein Blick hinter die Kulissen von manipulierten Medien und gekauften Journalisten
Author :
Rating :
ISBN : 3868816038
ISBN13 : 978-3868816037
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Redline Verlag 9 November 2015
Number of Pages : 269 Pages
File Size : 988 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Wenn Medien lügen: Ein Blick hinter die Kulissen von manipulierten Medien und gekauften Journalisten Reviews

  • Benedictu
    2018-11-26 20:52

    Die Beispiele von Journalisten in diesem Buch, die ihren Beruf zur Bereicherung mißbrauchen, verblüffen den Leser mit ihrer Dreistigkeit. Schädlicher für das Gemeinwesen sind freilich die Manipulationen der öffentlichen Meinung, über die jeder Bürger Bescheid wissen sollte.DIE ANSTALTIm Kapitel "Eine fragwürdige Nähe zu Macht und Eliten - Die seltsame Vernetzung von Journalisten mit Politik und Wirtschaft" geht der Autor und freiberufliche Journalist Heiko Haupt auf die medienwissenschftliche Studie von Uwe Krüger  ein. Daß die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender für Aufregung sorgt, schreibt Haupt, das komme außerordentlich selten vor. Doch am 29. April 2014 habe eine Sendung einige Personen derart verärgert, daß es zu einer Unterlassungserklärung kam, und das ZDF die bereits ausgestrahlte Sendung erst einmal aus der Mediathek entfernen mußte. "Diejenigen, die sich derart aufregten, waren Journalisten - denn um sie ging es in dem Beitrag. Allerdings handelte es sich nicht etwa um eine ernsthafte Dokumentation, die harsche Kritik an Journalisten übte, ins Kreuzfeuer geriet vielmehr eine Satiresendung - nämlich 'Die Anstalt'. Hinter der stand in diesem Fall jedoch eine wissenschaftliche Arbeit". Es war die Doktorarbeit von Uwe Krüger."In der Folge vom 29. April unterhielten sich die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner über den sogenannten Qualitätsjournalismus, und das, was sich teilweise hinter diesem verbirgt. Zunächst wurde eine Schautafel ins Bild gezogen, die unten die Porträts einiger bekannter sogenannter Alpha-Journalisten aufwies. Die obere Hälfte der Schautafel dagegen war gefüllt mit Logos und Namen zahlreicher Organisationen: Münchner Sicherheitskonferenz, The Aspen Institute, Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Atlantik-Brücke und noch manche mehr. Viele dieser Organisationen dürften den meisten Menschen bis dahin vollkommen unbekannt gewesen sein. Die Kabarettisten beschrieben sie daher etwas überspitzt als Nato-Versteher, bei denen sich Militärs, Wirtschaftsbosse und Politiker in diskreter Atmosphäre träfen". Die Alpha-Journalisten, um die es ging, waren unter anderem Stefan Kornelius, Auslandschef der Süddeutschen Zeitung, Josef Joffe, Herausgeber der Wochenzeitung Die Zeit, Günther Nonnenmacher, bis 2014 Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), und der FAZ Auslandschef Klaus-Dieter Frankenberger.Die Verbindungslinien der Porträts zu den genannten Organisationen erwuchsen für die Kabarettisten zu einem juristischen Problem. Josef Joffe und sein Politik-Redakteur Jochen Bittner konnten zwar besagte einstweilige Verfügung erwirken, Joffe scheiterte jedoch mit seiner Klage wegen unwahrer Behauptungen in dem Schaubild. Das Gericht wies die Klage als unbegründet ab, weil es nicht entscheidend sei, ob auf einem Schaubild sieben oder acht Verbindungen dargestellt würden.Die Kabarettisten von 'Die Anstalt' nannten noch ein weiteres Beispiel, mit dem sie die journalistische Objektivität in Frage stellten. Jochen Bittner von der ZEIT hatte, so die Kabarettisten, an der Ausarbeitung der Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck vor der Münchner Sicherheitskonferenz mitgewirkt. Als die Rede gehalten war, habe Bittner wiederum in der ZEIT positiv über eben diese Rede berichtet. "Ist so etwas nicht verboten?"- Doch. Nur nicht bei uns."DIE PRÄFERENZEN DER PRESSEHaupt referiert auch die Studie, in der Krüger die zeitnahe Berichterstattung fünf großer Tageszeitungen zur Münchner Sicherheitskonferenz, hinsichtlich ihrer Ausgewogenheit verglich. Er unterschied zwischen Inhalten über a) die Konferenz selbst, b) die Proteste gegen die Konferenz und c) die alternative Münchner Friedenskonferenz.Das Verhältnis der Berichte (in Textanteilen) über die Proteste im Vergleich zu der eigentlichen Konferenz lag bei • der TAZ bei 1:3 (am ausgewogensten), • der Süddeutschen Zeitung bei 1:11, • der FAZ bei nur 1:36 und bei • der WELT sogar nur bei 1:58.KRITIKKritikwürdig ist das Buch in einem besonderen Punkt. Die Art wie Heiko Haupt über den verbraucherschutz-engagierten Betriebswirt und Dozenten Stefan Schridde und dessen Buch  berichtet, ist leider nicht von Fairneß getragen. Haupt schreibt: "So machte vor geraumer Zeit ein gewisser Stefan Schridde mit einer These von sich reden: Es ging um »geplante Obsoleszenz«, also den von den Herstellern absichtlich verbauten Murks, der Geräte gezielt nach dem Ablauf der Garantie versagen ließ." Dieser Abschnitt ist unergiebig, wenn nicht wertlos.FAZITHeiko Haupt behandelt in seinem Buch zwei Typen des Für-dumm-Verkaufens des Publikums durch Journalisten:• Erster Typus umfaßt die individuellen Bereicherungen, die etwa in geschönte Zeitungsberichte münden, die vielleicht kaum einer läse, wenn er wüßte, daß dafür geldwerte Leistungen geflossen sind. Das Publikum wird zwar über die Parteilichkeit im unklaren gelassen, die verursachten Schadenssummen bleiben aber überschaubar.• Zweiter Typus umfaßt die interessegeleiteten politischen Täuschungen, wie etwa die Einstimmung des Publikums auf Kriegsinterventionen. Hier kann der Schaden für die Allgemeinheit beträchtliche Ausmaße erreichen. Heiko Haupt referiert aus Uwe Krügers Dissertation über die Parteilichkeiten, die im Spiel sind, daß nämlich alle tonangebenden interventionistisch gesinnten Journalisten Mitgliedschaften zu Institutionen unterhalten, die diesen Interventionismus verfolgen. Altkanzler Schmidt war übrigens ein kategorischer Gegner dieser sog. humanitären Kriege.Insbesondere das Kapitel über Uwe Krügers Alpha-Journalisten-Analyse und die betreffende Folge der "Anstalt" vom 29.4.14 ist hochinformativ. Jeder Bürger und auch jeder Schüler sollte davon Kenntnis haben. Der Abschnitt über Stefan Schriddes Buch ist desinformativ.Sehr hilfreich sind die Quellenangaben und Internet-Verweise am Ende eines jeden Kapitels. Die zeitweise verbotene Anstaltssendung mit der legendären Realsatire zum "Qualitätsjournalismus" ist zwar nicht aufgeführt, man hat sie aber auf youtube schnell gefunden.

  • Jo Ge
    2018-12-13 18:31

    Das Buch zeigt anhand vieler Beispiele die negativen Entwicklungen in der Medienbranche – von oberflächlichen Recherchen über unternehmens- oder politikerseitig beeinflusste Berichterstattung bis hin zu (gewollten und ungewollten) Manipulationen. Dabei zählt Heiko Haupt in seiner Abhandlung nicht nur die Missstände der Branche auf, sondern geht ebenso auf die Formen, Gründe und Folgen dieser Entwicklung ein. Diese belegt er unter anderem durch eigene Erfahrungen sehr bildhaft und für den Leser nachvollziehbar. Das Buch gibt einen guten Einblick hinter die Kulissen der Medienbranche und lässt den Leser mit einer gewissen Ernüchterung gegenüber vermeintlich objektiven und seriösen Medien zurück.

  • Mark Letter
    2018-11-26 21:30

    Diese Untersuchung hat meiner Meinung nach trotz seines durchaus provokanten Titels eine konstruktive kritische Stimme. Dem Autor gelingt es, einen gut austarierten Mittelweg zwischen dem Pegida-Dauervorwurf „Lügenpresse“ und dem übertriebenen Loblied des allseits objektiven und sauber recherchierenden Journalismus zu finden. Dabei überwiegen allerdings ganz eindeutig die kritischen Töne und Beispiele offensichtlichen Versagens der Journalistenzunft.Wie man als Leser unschwer erkennt, hat der Autor die – auch meiner Meinung nach absolut berechtigte – Sorge, der Journalismus könnte immer mehr zum verlängerten Arm von Marketingansprüchen, Politik(er)interessen und Stimmungsmachern verkommen. Gründe für diese Sorge liefert Haupt zu Genüge. Anhand zahlloser Beispiele vielfältigster Formen von Verfehlungen der Medienbranche untermauert er seine Sorge. Die erschreckenden Befunde: Viele Beispiele aus Print- und Fernsehmedien zeigen, dass Wahrheitsverdrehungen oder gar Manipulationen durch Journalisten (auch durchaus „seriöser“ Medienorgane) nahezu an der Tagesordnung sind. Während bei den einen alte oder fragwürdige „News“ als vermeintliche Neuigkeiten „verkauft“ werden, liefern andere Journalisten „gekaufte“ Meinungen, die von Unternehmen bezahlt oder von der Politik beeinflusst werden. Dabei sind sowohl die Formen und Gründe für falsche Berichterstattung als auch die Formen versuchter Meinungsmanipulation oder der Beeinflussung von Meinungen vielschichtig – und diesen Facettenreichtum beleuchtet Heiko Haupt meiner Meinung nach sehr luzide. Er kritisiert unhinterfragt abgeschriebenen Pressemitteilungen, die eher Marketingbotschaften gleichen als journalistischem Inhalt, genauso wie Berichte, die die Sensationsgeilheit eines übersättigten Publikums befriedigen sollen. Er kritisiert auch die gängige Praxis, Halbwissen aus zweiter Hand in souveränem Ton zu verbreiten. Und er kritisiert die (absichtlich und unabsichtlich) falsche Verwendung von Fotos und bewegten Bildern oder die Verbreitung von Mutmaßungen oder Mutmaßungen über Mutmaßungen, Gerüchte … und vieles mehr.Ich denke, „Medien lügen“ ist eine hochkritische Darstellung unleugbarer Missständen innerhalb der Medienbranche. Der Autor zeigt auf eindrückliche Weise, welche negativen Auswüchse fehlgeleiteter Journalismus im schnelllebigen Medien-Mainstream von heute haben können. Und er diskutiert ausgiebig die Gründe aber auch die Gefahren, die mit dieser Entwicklung zusammenhängen. Die Befunde mögen zusammengenommen in dieser geballten Form wirken wie ein Abgesang auf den objektiven und fundierten Journalismus. Für mich ist es allerdings viel eher der Versuch, eine Branche durch eine Bestandsaufnahme und kritische Analyse aufzuwecken. Ich denke, dass es noch viele solche Beiträge geben muss. Dies ist nötig, um in den gesellschaftlichen Diskurs und in die Köpfe von „Medienmachern“ und Journalisten einzusickern. Indem ein Journalist die eigene Berufsgruppe aufs Korn nimmt und „Systemkritik“ übt, erhofft er sich sicher auch, die negativen Auswüchse des Berufsstands zu begrenzen. Ob dies tatsächlich eine heilsame Wirkung entfalten und den Journalismus wieder glaubwürdig(er) machen wird, das bleibt abzuwarten …Dieser Beitrag jedenfalls las sich für mich letztendlich wie ein heimlicher Liebesbrief an eine Branche, die sich aus den verschiedensten Gründen in großen Teilen immer weiter in eine rein eigennützige Industrie verwandelt und ihren „eigentlichen Auftrag“ immer mehr zu vergessen scheint. Ich denke, wenn wir als Bürger und Medienkonsumenten die öffentlichen Medien als ernstzunehmende vierte Gewalt im Staat erhalten wollen, müssen wir (und Journalisten sowie andere Menschen der Medienzunft) Stimmen wie dieser Gehör schenken.Zusammenfassung: Das ist eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit den negativen Entwicklungen des Berufsstands des Journalisten. Hier geht es um das Thema „Manipulation von, in und durch Medien“. Der Autor – selbst Journalist – Heiko Haupt diskutiert anregend und argumentiert mit einleuchtenden Beispielen. Er nimmt den Leser (Bürger und Medienkonsumenten) mit auf eine interessante und überaus lehrreiche Entdeckungsreise. Dabei spart er nicht mit deutlichen Worten und prangert Missstände an. Am Ende dieser Lektüre sollte jedem klar sein, warum uns die aktuellen Entwicklungen der überhitzten Medienwelt nicht kaltlassen sollten.

  • Stefan Schridde
    2018-12-06 16:48

    Dieses Buch versucht mit oberflächlich recherchierter Arbeit und schnell dahin geschriebenem Stil der beim geneigten Leser vermuteten Sensationslust zu entsprechen. Dabei werden ohne Kenntnis der vemeintlich zitierten Werke Behauptungen in den Raum gestellt. Seriöuser Journalismus sieht anders aus. Da meine Person und Publikationen angesprochen werden, deren Inhalte und Aussagen bereits auf akademischer Seite und auf der politischen Agenda zu inhaltlicher Anerkennung und konkreten Massnahmen gegen die geplante Obsoleszenz geführt haben, wird mir der sorglose Stil mit dem der Leser in die Irre geführt wird, deutlich. Herr Haupt guckt nicht hinter die Kulissen. Er manipuliert selber.