Read Spuk der Frauenseele: Weibliche Geister im japanischen Film und ihre kulturhistorischen Ursprünge by Elisabeth Scherer Online

spuk-der-frauenseele-weibliche-geister-im-japanischen-film-und-ihre-kulturhistorischen-ursprnge

Lange schwarze Haare, wei e Kleider, schlaff herabh ngende Arme die weiblichen Geister des japanischen Horrorfilms sind zu Prototypen des Unheimlichen avanciert, die weltweit kopiert werden Doch woher stammen diese Wesen und was treibt sie an Elisabeth Scherer verfolgt die Spur der Totengeister y rei in der japanischen Kulturgeschichte und st t dabei auf eine F lle von Vorbildern u.a aus Volkserz hlungen, Kabuki St cken und Ukiyo e In der Analyse japanischer Geisterfilme zeigt sich ein dichtes Geflecht aus berlieferungen und neueren Angstmotiven wie etwa dem Verlust famili rer Strukturen, Gender Konflikten und urbaner Vereinsamung....

Title : Spuk der Frauenseele: Weibliche Geister im japanischen Film und ihre kulturhistorischen Ursprünge
Author :
Rating :
ISBN : 3837615251
ISBN13 : 978-3837615258
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : transcript Verlag Auflage 1 1 August 2011
Number of Pages : 314 Seiten
File Size : 894 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Spuk der Frauenseele: Weibliche Geister im japanischen Film und ihre kulturhistorischen Ursprünge Reviews

  • Wilma
    2018-11-19 11:38

    Es handelt sich hier um eine Dissertation. Diesem Buch wird viel abgewinnen können, wer bereits Übung im Lesen wissenschaftlicher Fachliteratur hat, denn deren typische Eigenschaften sind hier zu finden: klare Strukturen im Konzept, Vorstellung von Thesen, Überprüfung derselben anhand sorgfältig recherchierter Fakten, Schlüssigkeit in der Gedankenführung, Begriffsklarheit in der Sprache, Zwischenergebnisse. Die Gründlichkeit im Detail wird belegt durch zahlreiche Fußnoten, die dankenswerterweise (und genau das zeichnet wissenschaftliche Arbeit aus) im unteren Bereich auf derselben Seite stehen, wo sie im Text vorkommen, und NICHT gebündelt hinten im Buch (wie leider sehr oft in anderen Veröffentlichungen). Die Verfasserin nimmt das Thema ernst und somit auch den Leser, das finde ich gut. Wer sich also auf diese wissenschaftliche Wellenlänge einlassen kann und eine nicht einfache, aber dafür präzise Lektüre auf sich nehmen möchte, wird dieses Buch sogar als sehr unterhaltsam empfinden, als informativ sowieso. Manche Formulierungen kommen mir allerdings gestelzter/hochtrabender als notwendig vor, und die Lektoren haben auch einige Flüchtigkeitsfehler übersehen. Aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch.So ist das Buch strukturiert: Einer kurzen Kulturgeschichte des "yûrei" (der titelgebende zentrale Begriff des Buches, der scharf definiert und von anderen, vermeintlich ähnlichen Begriffen genau abgegrenzt wird) folgt die Analyse von vier sehr bekannten Filmen, wobei diese Analysen keine willkürlichen Aufsätze sind, sondern strikt dem Hauptthema des Buches untergeordnet werden und sich daher niemals in allgemeinem "Geschwafel" verästeln. Die vier Filme sind (ich nenne nur die Originaltitel) "Tôkaidô yotsuya kaidan" (Nakagawa, 1959), "Ugetsu monogatari" (Mizoguchi, 1953), "Ringu" (Nakata, 1998) und "Ôdishon" (Miike, 1999). Die Aufnahme von letzterem Werk in dieses Buch ist meiner Ansicht nach problematisch, denn die unbestritten lebendige Protagonistin in Miikes Film in eine Linie mit den Toten der anderen drei Filme zu stellen, halte ich für wagemutig und die Tragfähigkeit der hierfür angeführten Argumente für diskutabel. Doch allein diesen Denkanstoß gegeben zu haben, ist auch eine Leistung dieses Buches. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Englischkenntnisse für die Lektüre vorausgesetzt werden, da sich an eingen Stellen des Buches sätzeweise Zitate in unübersetztem Englisch finden.Wer also nun der Meinung ist "Genau so eine Art Buch will ich lesen!", der möge sich hineinstürzen und die Lektüre genießen.