Read Friedrich der Große. Ein Soldatenleben. (8746 648) by Christopher Duffy Online

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45 S W Abbildungen 51 Detail Karten AUS DEM INHALT Die Herkunft Die Schlesischen kriege 1740 1745 Die Jahre der Aufr stung Der Kriegsschauplatz Der Siebenj hrige Krieg 1756 1763 Auf der Suche nach dem Alten Fritz Staatsgesch fte und der Bayerische Erbfolgekrieg 1778 1779 Letzte Lebensjahre und Unsterblichkeit Friedrich und der Krieg...

Title : Friedrich der Große. Ein Soldatenleben. (8746 648)
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ISBN : 3545340945
ISBN13 : 978-3545340947
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Benziger Verlag GmbH Auflage Sonderausg Januar 1993
Number of Pages : 573 Pages
File Size : 587 KB
Status : Available For Download
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Friedrich der Große. Ein Soldatenleben. (8746 648) Reviews

  • CthulhuRules
    2018-10-30 02:35

    Das Buch konzentriert sich fast ausschließlich auf die Militärgeschehnisse im Leben Friedrich des Großen, und gewährt Einblicke in seine Persönlichkeit nur sofern diese die Thematik beleuchten. Als Militärgeschichte gibt's wahrschienlich auf dem Markt heute keine Konkurrenz zu diesem Buch. Sogar die Feldzüge des fast in Vergessenheit geratenen Bayerischen Erbfolgekriegs von 1777-78 erhält ein eigenes Kapitel. Die Schlachten und Feldzüge sind ausführlich beschrieben und mit übersichtlichen Karten versehen, ohne die der Leser kaum in der Lage wäre, die oftmals konfusen und komplexen Ereignisse auf dem Schlachtfeld zu vefolgen und zu verstehen. Der Autor Duffy hat persönlich alle Schlachtfelder besucht soweit dies noch in 1985 möglich war, als der Kalte Krieg in Europa herrscht. Die Analyse ist ebenso ausgezeichnet und Duffy scheut sich nicht davor seinen Held und seine Entschiedungen scharf zu kritisieren. Am Ende kam ich zum Schluss, Friedrich war keineswegs ein Genie, aber immerhin ein außerordentlicher kühner, energischer und brillianter aber v.a. glücklicher Feldherr, dem es gelungen ist, trotz seinen zahlriechen schwerwiegenden, und sogar katastrophalen Fehler, und trotz der gewaltigen Übermacht des Gegners, die Allierten Streitmächte zum Stillstand zu zwingen und den Krieg zu Gunsten Preußens zu beenden. Friedrich selbst, so Duffy, gab in seinen Briefen und Erinnerungen häufig und frelich zu, seinen Erfolg sei schließlich der Unentschlossenheit und Unstimmigkeiten unter den Allierten u.v.a. im Bezug auf die endgültigen Kriegsziele zu verdanken, so dass sie im Laufe des Kriegs niemals in der Lage waren, Preußen den Todestoß zu versetzen.Was mir im Buch fehlt ist eine Analyse des diplomatischen Hintergrunds der Kriege. Man erfärht z.B. nur nenbenbei, dass Freidrich während des gesamten Siebenjährigen Krieges von Großbritannien großzügig finanziert wurde, aber wir erfahren kaum mehr über die diplomatischen, politischen und nur wenig über die militärischen Beziehungen zwischen den Verbündeten. Die wichtigste Streitfrage der fredderizianischen Kriegsführung sind die präventiven Angriffe von 1744 und 1756 und, ob sie aus militärischen oder diplomatischen Gründen gerechtfertigt sein könnten. Diese Frage wurde leider nur oberflächlich im Buch behandelt und das zusammen mit dem Versäumnis der Schilderung der diplomatischen Vorgeschichten der Kriege sind die einzigen Schwachpunkte dieses Buches.Weniger lesen

  • widar65
    2018-11-09 06:26

    Ich finde die Kritik meines Vorrezensenten übetrieben.Besonders bezüglich angeblicher einseitger Bewunderung für den alten Fritz.Wahrscheinlich entspricht es wohl eher nicht gewissen zeitgeistigen Tendenzen, Preußen und Friedrich den Großen unbedingt herab zu würdigen.In dem Werk kommt durchaus ,auch sehr scharfe,Krirtik zum Ausdruck(z.b. Beschreibungen über unmenschliche Zustände in der Armee) und der eigene ,oft sehr kauzige,Charakter des alten Fritz wird durch ,auch scheinbar nebensächliche,Anekdoten von Zeitzeugen sehr anschaulich gemacht.Sicher bezieht sich der Autor hier gezielt auf den militärhistorischen Aspekt im Zusammenhang mit der Person Friedrichs,seinem Werdegang, seiner Politik und seinem Umfeld.Darauf weist der Name des Buches ja deutlich hin.Hierfür halte ich dieses Werk jedenfalls für sehr empfehlenswert.Auch da der Autor sehr ausführliche Eigenrecherche betrieben hat und z.b. die Schlachtorte persönlich inspizierte.Es ist kein Gesamtwerk über diese Zeit und seine Personen des friderizianischen Preussens,aber ein unverzichtbares, bezüglich eines wichtigenTeilaspektes.Dem rein militärhistorisch interessierten dürfte es genügen,für das Gesamtbild ist es eine gute Ergänzung.Mehr gibt es auch nicht vor.

  • Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek
    2018-11-05 08:42

    Ich habe in meiner Bibliothek 3 Biografien über Friedrich II und zudem noch einen großformatigen Bildband über diesen Herrscher.Dieses Buch mit dem Untertitel "Ein Soldatenlebenben" versucht das Leben Friedrich des Großen vor allem auf der Basis seiner verschiedenen Kriege nachzuvollziehen. Es schildert Friedrich als überragenden genialen militärischen Führer. Im Fokus steht die beiden "Schlesischen Kriege" 1740-45, die der König allein aus machtpolitischem Kalkül anstrebte. Denn auf Schlesien hatte er keinerlei legitimierten Anspruch. Diese Kriege basierten allein auf der Hybris des zu Beginn der Kriege gerade 27-jährigen Königs und, da sein Vater Friedrich Wilhelm I.(Der Soldatenkönig) im auf Grund seiner Sparsamkeit volle Staatskassen hinterlassen hatte. Der sogenannte Soldatenkönig hat übrigens nie einen Krieg geführt, obwohl er eine gewaltige Armee unterhielt.Es ist keineswegs so, dass der König im Schlesischen Krieg, sofort seine überragene militärischen Fähigkeiten zeigte, vielmehr traf er zahlreiche schwere fehlerhafte strategische und taktische Fehlentscheidungen, die oft nur durch gewagte und energische Aktionen seiner Generäle einigermaßen korrigiert wurden.Im sogenannten Siebenjährigen Krieg allerdings behauptete sich Preußen wegen der genialen militärischen Entscheidungen des Königs gegen einen vielfach überlegenen Gegner. Allerdings brachten diese Kriege Preußen an den Rand des wirtschaftlichen Ruins. Aber darum geht es Duffy weniger. Ihm geht es vorrangig um die Schilderung des militärischen Geschehens. Das gelingt dem Autor ganz gut, indem er den Text mit viel Kartenmaterial und Fotos der Originalschauplätze unterlegt. So kann der Leser das militärische Geschehen einigermaßen detailliert nachvollziehen. Ohne Zweifel ist Duffy ein schrankenloser Bewunderere Friedrichs. Kritik äußert er, wenn überhaupt, nur sehr abgemildert. Eines kann man dem Autor aber bei allem Pathos nicht versagen: Er hat das militärische Geschehen exakt "studiert" und ein umfangreiches Quellensstudium betrieben. Er hat alle Kriegsschauplätze persönlich mehrfach besucht.Duffy hat sein gesamtes Leben mit dem Studium der Militärgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts verbracht. Er hat diverse Bücher über alle Schlachten Friedrich des Großen geschrieben. Zudem befassen sich seine Bücher mit der Organisation und militärischen Ausrüstung der Armeen dieses Zeitraums. Dieses Buch erfüllt viele Erwartungen des militärisch interessierten Leser. Der Autor besitzt zweifellos eine fundierte Sachkenntnis. Alles das wird überlagert von Pathos und grenzenloser Bewunderung des Autors für den König. Da ist es wohl zuviel verlangt, dass die vielen menschlichem Schwächen des Königs besonders betrachtet werden. Der Untertitel ist eben "Ein Soldatenleben". Für Duffy ist Friedrich der Große ein Held und ein militärisches Genie. Dass er auch ein skrupelloser Machtpolitiker war, für den Verträge nichts galten, wird völlig vernachlässigt.Fazit: Ein Buch, das man ganz gut lesen kann, aber wegen der Voreingenommenheit des Autors, oft die Sicht auf die realen Verhältnisse verschleiert.