Read Hitler und seine Deutschen by Christian Graf von Krockow Online

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Pressestimmen Eine Darstellung des noch immer brennenden Hitler Themas auf dem heutigen Stand der Forschung FAZ Kompakt, informativ und mit gewohntem erz hlelrischen Geschick Frankfurter Rundschau Lebendig, spannend, leicht lesbar, pointiert und urteilsfreudig S ddeutsche Zeitung ber den Autor und weitere MitwirkendeDr phil., Dr h.c Christian Graf von Krockow, geboren 1927 in Hinterpommern, wurde 1961 Professor f r Politikwissenschaft Seit 1969 arbeitet er als freier Wissenschaftler und Schriftsteller er wurde mehrfach ausgezeichnet....

Title : Hitler und seine Deutschen
Author :
Rating :
ISBN : 3471794158
ISBN13 : 978-3471794159
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : List 2001
Number of Pages : 281 Pages
File Size : 867 KB
Status : Available For Download
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Hitler und seine Deutschen Reviews

  • Bernhard Nowak
    2018-12-01 16:35

    Mit Interesse habe ich die neue Hitler-Biographie von Christian Graf von Krockow gelesen. Wie in seinen früheren Publikationen (etwa: Friedrich der Grosse; Bismarck; Churchill) besticht der souveräne Umgang mit Quellen, die gewissenhaft ausgewertet werden. So entsteht ein plastisches Bild der Wirkung Adolf Hitlers. Die Wirkung Hitlers auf die Deutschen erklärt Krockow vor allem mit zwei Faktoren (vgl. S. 290): zum einen der Sehnsucht der Deutschen nach Sicherheit und Ruhe nach den Existenzbedrohungen durch Inflation und Weltwirtschaftskrise in der Weimarer Republik sowie dem "Glanz der Macht", an dem der Einzelne teilhabe, wenn er in gläubigem Gehorsam den Führerbefehlen folgten.Vernachlässigt wird meiner Meinung nach das Faktum der sogenannten charismatischen Herrschaft, welches der Hitler-Biograph Ian Kershaw eindrucksvoll in seinen Schriften, insbesondere: "Hitlers Macht" und "Der Hitler-Mythos" herausgearbeitet hat. Neu für mich ist, dass Hitlers Jugend nicht als Versagen, sondern als Verwirklichung eines Traums gedeutet wird - die Wiener Jahre des späteren Diktators werden nicht als Versagen gedeutet, sondern als Erfolg: Hitler habe sich nicht der Wirklichkeit anpassen wollen und sich ihr "ergeben": "Wenn darum die Wirklichkeit sich ihm verschloss - um so schlimmer für die Wirklichkeit! Dann musste man sie umstürzen, vernichten, und so den Traum gegen sie durchsetzen". Hitlers Affinität zu Karl May kann so erklärt werden. Hitler führte das "Leben eines Taugenichts" (in Anlehnung an Eichendorffs Erzählung, die Krockow auch zitiert). Insofern gibt es interessante Neuansätze, wenn auch - wie dies bei jeder Biographie problematisch ist - die Wechselbeziehung zwischen dem Biographierten und den gesellschaftlichen Kräften nicht deutlich genug hervorgearbeitet wird; es war nicht nur die "Tatkraft" Hitlers, es war ebenso die allgemeine Anfälligkeit des Zwischeneuropa für faschistische und nationalsozialistische Bewegungen (vgl. hierzu die Schrift von Wippermann: Europäischer Faschismus im Vergleich). Diesen Mangel teilt Krockow aber auch mit anderen Biographien von Konrad Heiden (1937) bis hin zu Kershaw (1998/2000), auch wenn letzterer meint, diesen Widerspruch aufgelöst zu haben.Hier genau setzt auch meine kritische Frage an. Diese Biographie bringt für mich nichts wirklich "Neues", was über das hinausgeht, was insbesondere Haffner in seinen "Anmerkungen zu Hitler" (1978), Fest (1973, Neuauflage 1998), Zitelmann (1989), der Hitler als Revolutionär versteht, gesagt haben. Auch Hitlers Wirkung auf die Deutschen ist bereits beschrieben worden. Zwar deutet Krockow Traditionen in der deutschen politischen Kultur einer gewissen Kompromißlosigkeit und Radikalität in der Figur Hitlers an (S. 17), jedoch wird mir dies zuwenig ausgeführt. Warum waren Hitler und seine Bewegung ungleich radikaler als der italienische Faschismus Mussolinis oder Spaniens ? Hängt dies wirklich mit der deutschen politischen Kultur zusmmen ? Auf diese Fragen, auf die die bisherigen Biographien (und auch die in ihrem Neuigkeitswert durchaus enttäuschende Biographie von Kershaw) keine befriedigenden Antworten geben, hätte ich gerne mehr gewußt.Für mich bleibt als Fazit: Die beste Hitler-Biographie ist auch die kürzeste: Sebastian Haffners "Anmerkungen zu Hitler" (siehe meine dortige Rezension). Die "Offenbach-Post" bemerkte zu Recht beim Tode des Autors, er habe das Beste geschrieben, was je zu Hitler publiziert wurde. Dies gilt auch nach dem Erscheinen dieser keineswegs schlechten Biographie. Ich bin aber doch der Meinung, dass bei der Anzahl der vorliegenden Hitler-Biographien jede neue Biographie einen neuen Gedanken bringen muß oder neue Forschungsergebnisse vermitteln sollte, um den Aufwand zu "rechtfertigen". Dies kann ich bei der vorliegenden Biographie beim besten Willen nicht erkennen. Fazit: Eine interessante Biographie, die jedoch nichts "Neues" bringt.

  • Nordlicht
    2018-12-04 13:30

    Nach Lesen dieses Buches denke ich, daß Christian Graf von Krockow eine gutes bis sehr gutes Werk grade für Personen geschrieben hat, die sich erstmalig mit dem Diktator auseinandersetzen. Der Ansatz, bereits die frühen "Künstler Jahre" ausführlich zu behandeln, kommt bei weitem nicht in allen vergleichbaren Werken vor, bietet aber die Möglichkeit, tiefer in die Psyche Hitlers vorzudringen.Hitler und seine Deutschen versucht das faszinierende und erschreckende Talent Hitlers zu ergründen, so sehr die Deutschen Alltags Bürger hinter sich zu einen. Vermutlich kann kein geschriebener Wort dieses wahrhaft veranschaulichen, aber das vorliegende Werk kommt diesem Bemühen schon nahe.Ein gutes Buch, daß von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln versteht.

  • Opuwo
    2018-11-30 13:36

    Nachdem ich von Krockow die Biographie über Winston Churchill gelesen hatte, wurde dieses Buch über dessen Gegegenspieler Hitler Pflicht.Dieses Buch enthält ein realitisch gezeichnetes Bild über Adolf Hitler. Das Werk bietet wenig Neuigkeiten, allerdings ist über den Diktator vieles bekannt, so dass der Leser nicht ernsthaft mit Neuigkeiten rechnen soltle. Krockow versucht eine objektive Charakterisierung Hitlers, die weitestgehend frei von überspitzten Bemerkungen ist. Dadurch wird Hitler nicht menschlicher oder gar netter - Krockow spricht im Vorwort vom Monstrum -, es wird aber verständlicher, weshalb die damalige Bevölkerung diesem Unhold (meine Bemerkung) verfallen konnte.Gelungen finde ich die Passagen, in denen klar dargestellt wird, warum die Deutschen der Erscheinung Hitler folgen konnten (Weltwirtschaftskrise, Versailler Verrtrag, etc.). Auch die wirtschaftliche Entwicklung zur Amtszeit Hitler wird nachvollziehbar dargestellt und charakterisiert. Hingegen etwas knapp finde ich Krockows Darstellungen während der Kriegsjahre. Hier hätte es mir gefallen, wenn er das "Duell" zwischen Hitler und Chruchill, DEM Gegenspieler Hitlers, deutlicher herauskristalisiert hätte, wie es in der Biografie zu Churchill vergleichbar geschehen ist. Auch das Verhältnis zu Stalin hätte noch eindeutiger beschrieben werden können.Mehr Inhalt hätte ich mir auch zu der Frage "Was können wir tun, um diese Wiederkehr zu verhindern" gewünscht, die Krockow im Vorwort selber stellt. Ein Antwort bleibt nicht aus, sie kann mich aber nicht vollkommen zufrieden stellen.Dieses Buch ist dennoch, um die Zeit des Nationalsozialismus und ein Bild der Person Hitler heute nachzuvollziehen. Hitler wird in keinster Weise verherrlicht. Künftigen Generationen wurde ein Erbe hinterlassen, das Mahnung genug sein sollte. Deswegen 5 Sterne trotz der Einschränkungen, denn 4 Sterne wären zu wenig.

  • Jörg Beckmann
    2018-12-02 15:30

    Wer wollte noch viel Neues über jenen Menschen sagen, der einst der oberste Deutsche war. Obwohl er nicht mal in Deutschland geboren wurde: Unser „Führer“, ein von Ausbildung und Herkunft schlichter Mann aus Österreich. Uns Deutschen sozusagen zugelaufen. Ein Gastarbeiter also, der uns alles mögliche versprach, und dies so genial-dämonisch zu sagen wusste, dass eine Mehrzahl unserer Väter und Mütter jener 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts, tatsächlich glaubten, dieser Adolf führe uns herrlichen Zeiten entgegen…Sie haben ihn wie einen Auserwählten begeistert gewählt… und sind mit ihm in den schlimmsten aller Kriege getaumelt…Inzwischen weiß praktisch jeder Deutsche, wie schrecklich die versprochenen herrlichen Zeiten wurden. Nichts also an der Geschichte von Verführung und Führer ist neu…Christian Graf Krockow hat es trotzdem vollbracht über „Hitler und seine Deutschen“ ein - ich hätte es kaum für möglich gehalten -, hinreißendes Buch zu schreiben…obwohl man - nach wie vor - kaum begreifen kann, wieso dieser Hitler so vielen Deutschen so viele Jahre ein Führer sein konnte, dem man begeistert folgte.