Read Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes.: Übersetzung von Fritz Waeger, verbessert und um eine Erläuterung des Aufbaus ergänzt von Jürgen Kromphardt / Stephanie Schneider. by John Maynard Keynes Online

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Die Lekt re von Keynes Hauptwerk bereitete bisher gewisse Probleme Das lag zum einen an der Organisation des Stoffes Der zweite Grund war die deutsche bersetzung Dass es besser geht, beweisen J rgen Kromphardt, Gr nder der deutschen Keynes Gesellschaft und ein fr herer Wirtschaftsweiser, und Stephanie Schneider Sie haben unzeitgem e Ausdr cke ersetzt, die den Zugang zum Werk erschwert hatten, und sie besserten allerhand bersetzungsfehler aus Also liest sich die neue Ausgabe leichter Zudem bietet sie ein deutsch englisches Lexikon volkswirtschaftlicher Begriffe und ein Symbolverzeichnis Sie ist ein echter Gewinn Reinhard Blomert, in DIE ZEIT, M rz 2007Die neue 11 Auflage soll die Lesbarkeit von Keynes Hauptwerk weiter erh hen und sein Verst ndnis erleichtern Deshalb wurde die bersetzung erneut berarbeitet au erdem wird von uns der Aufbau des Buches erl utert, damit der Stellenwert der einzelnen Kapitel und die Zusammenh nge zwischen ihnen leichter erkennbar werden.J rgen Kromphardt und Stephanie Schneider...

Title : Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes.: Übersetzung von Fritz Waeger, verbessert und um eine Erläuterung des Aufbaus ergänzt von Jürgen Kromphardt / Stephanie Schneider.
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ISBN : 3428129121
ISBN13 : 978-3428129126
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Duncker Auflage 11., erneut verb 24 Juni 2009
Number of Pages : 343 Seiten
File Size : 960 KB
Status : Available For Download
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Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes.: Übersetzung von Fritz Waeger, verbessert und um eine Erläuterung des Aufbaus ergänzt von Jürgen Kromphardt / Stephanie Schneider. Reviews

  • Face
    2018-11-25 08:49

    Das allumfassende Werk Keynes als Grundlage der volkswirtschaftlichen Theorie, die bis heute aktuell ist. Schwere Kost. Wer versucht, das Original als Prüfungsvorbereitung oder als nebensächliche Abendlektüre aufzuschlagen, wird schnell merken, dass es dafür schlicht nicht geeignet ist. Als fundamentale Grundlage ist die Theorie ausformuliert und unkomprimiert. Ein Horror für jeden Studierenden, der innerhalb eines Semesters über die wichtigsten makroökonomischen Grundlagen von Keynes eine Klausur schreiben muss, es ist schlicht in der Zeit (und neben noch anderen Klausuren) nur oberflächig durcharbeitbar. Wer deshalb aber glaubt, dass es für eben solche Zwecke nichts taugt, der irrt. Ich halte es für genial. Da Keynes fast jeden Aspekt seiner Überlegung genau darlegt, kann man das Buch bequem als Nachschlagewerk und zur Klärung letzter Fragezeichen benutzen. Denn manche Puzzleteile kann die Vorlesung nicht liefern, die zum letzten Denkanstoß vonnöten sind. Und mal ehrlich: Wer Wirtschaft wirklich aus Interesse studiert (es soll noch andere geben), sollte 'nen Keynes oder auch ein Gutenberg zu Hause haben :)Kleiner Tipp: Herr Wohltmann hat in seinem Buch "Grundzüge der makroökonomischen Theorie..." alle Grundlagen verständlich und geduldig komprimiert, sodass man sehr schnell ein Gefühl für die Thematik bekommt, oder vielleicht sogar dafür begeistert wird. Auch innerhalb eines Semesters. Er gibt an wichtigen Stellen Querverweise zur allgemeinen Theorie von Keynes an (Buchseiten), die an manchen Stellen aufschlüsseln, warum z.B. Details, wie eine Konsumkurve in der Theorie nun mal vom Einkommen abhängig ist und eher nicht vom Marktzins. Eine Tatsache, die mich auch zu dieser Rezension bewogen hat. Toll.

  • Ulrich Memmler
    2018-11-16 11:43

    In Keynes‘ „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ nimmt der Multiplikator eine zentrale Stelle ein. Er vermittelt die Konsumneigung der Bevölkerung, eine psychologische Gegebenheit, mit dem wirtschaftlichen Ergebnis ihrer produktiven Tätigkeit. Die Herleitung geschieht folgendermaßen (Keynes S. 98):Zunächst wurden die Variablen Y = Einkommen, C = Verbrauch, I = Investition definiert.„Unser normales psychologisches Gesetz“ (besagt, U.M) „dass bei einer Zu- oder Abnahme des Realeinkommens des Gemeinwesens auch sein Verbrauch zu- oder abnehmen wird, nur nicht so schnell…. Definieren wir also ΔC / ΔY als die marginale Konsumneigung.Diese Größe ist sehr wichtig, weil sie uns sagt, wie der nächste Produktionszuwachs zwischen Verbrauch und Investition verteilt wird. Denn ΔY = ΔC + ΔI, wobei ΔC und ΔI die Zuwächse des Verbrauchs und der Investition sind; so dass wir ΔY = k * ΔI schreiben können, wobei 1 – 1 / k gleich der marginalen Konsumneigung ist.Nennen wir k den Investitionsmultiplikator. Er sagt uns, dass bei einem Zuwachs der aggregierten Investitionen das Einkommen um einen Betrag zunehmen wird, der k mal dem Zuwachs der Investitionen ist.“Dieser Zusammenhang wird auch bezeichnet als das Gesetz der „Selbstfinanzierung der Investitionen“. Es beruht aber auf einem Denkfehler, wie ich im Folgenden zeige:Wie leitet sich die neue Funktion ab aus der Ausgangsformel ?Gewünscht ist statt der Summe ΔY = ΔC + ΔI eine Funktion ersten Grades mit nur einer unabhängigen Variable ΔI. Der Ausdruck wird als Bruch aufgefasst ΔC + ΔIΔY = ----------- und mit ΔI erweitert 1 ΔC + ΔIΔY = ----------- x ΔI ΔIDer erste Faktor ist der gesuchte Wert k , der Investitionsmultiplikator. Er lässt sich auch einfacher schreiben: ΔC + ΔI ΔYk = ----------- = ------- ΔI ΔIIst dies der Keynes’sche Investitionsmultiplikator? Seine Definition lautet (s.o.) ΔC 1 ΔC 1------- = 1 - --- Ich bearbeite beide Seiten der Gleichung mit - ------ + --- ΔY k ΔY k 1 ΔC--- = 1 - ----- Dann wird der Kehrwert auf beiden Seiten gebildet k ΔY 1 k = -------------- Der Bruch wird mit dem Faktor ΔY erweitert: ΔC 1 - ----- ΔY ΔY k = ---------------------- Im unteren Bruch kann um ΔY gekürzt werden: ΔY x ΔC ΔY - ------------- ΔY ΔY k = -------------- Der Wert des Nenners ist ΔY - ΔC = ΔI ΔY - ΔC ΔY k = ------ ΔIFazit: Die mathematische Ableitung ist korrekt - aber nicht die Aussage der Formel!Die Variable ΔY wurde definiert als ein Einkommenszuwachs, der in Konsum ΔC und Investition ΔI aufgeteilt wird. Die Formel von Keynes gibt demnach nur an, wie groß das Einkommen war, aus dem eine beliebige Investition ΔI erfolgt ist bei gegebenem Wert k. Sie zeigt nicht an, wie behauptet, welche Investition zu welchem neuen Einkommen führt. Sie könnte dies nur, wenn die Variable ΔY zu Beginn definiert wäre als Einkommen, das als Folge der Investition entsteht, also als zukünftiges (zusätzliches) Produktionsergebnis.Zur Verdeutlichung:Definiere ich die zwei Variablen A als Folge der Ursache B mit der Funktion A = n * B, so ist B die unabhängige Variable. Stelle ich nun die Funktion um auf A als unabhängige Variable: B = A/n, so wird A nicht zur Ursache von B. Dies ist genau der Denkfehler von Keynes. Die neue Funktion sagt uns jetzt für jeden Wert von A, wie groß die Ursache B war.Z.B. sei E (in kg) die Menge von Erdbeeren, die auf einem Acker der Größe A (in ha) geerntet werden kann: E = 1000 * AStelle ich um auf A = E / 1000 , sagt die Formel aus für jeden Wert von E, wie groß der Acker war, auf dem sie produziert wurde. Man kann nicht behaupten, sie berechne die Ackergröße, die man von dem Verkaufserlös der Erdbeeren kaufen kann. Die Beziehung zwischen dem Verkaufserlös der Erdbeeren und dem Kaufpreis des Ackerlands wird durch ganz andere Regeln definiert als durch den Faktor bzw. Divisor 1000.Entsprechendes gilt für den Investitionsmultiplikator. Für die Beziehung zwischen den Parametern ΔY₂ (zukünftiges Produktionsergebnis), ΔC (aktueller Konsum) und ΔI (aktuelle Investition) ist keine Regel definiert. Woher der Mehrertrag der nächsten Produktion stammt, bleibt ungeklärt. Keynes hat den Erklärungsversuchen der klassischen Theorie (Kapitalproduktivität bzw. Faktoreinkommen) nur eine weitere Absurdität hinzugefügt.Mit der gleichen Beweiskraft könnte ich auch das „Gesetz über die Selbstfinanzierung des Konsums“ aufstellen: ΔY = s × ΔCmit dem Verbrauchsmultiplikator s = (ΔC + ΔI) / ΔC (= marginale Sparneigung)Ich glaube, dass ich von dieser Theorie aber höchstens die Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens überzeugen könnte.Keynes unterstellt nun im Fortgang seiner theoretischen Argumentation, dass es eine eindeutige Beziehung zwischen Einkommen und Beschäftigung gibt, so dass sein Investitions-Multiplikator näherungsweise gleich dem Beschäftigungs-Multiplikator der Investition gesetzt werden kann. Dies fußt ausdrücklich auf dem Postulat 1 der klassischen Theorie („Der Lohn ist gleich dem Grenzertrag der Arbeit“), welches genauso abstrus ist (vgl. Keynes S. 5, „Der Lohn eines beschäftigten Menschen ist gleich dem Wert, der verloren ginge, wenn die Beschäftigung um eine Einheit vermindert würde (nach Abzug aller anderen Kosten, die durch diese Verminderung der Produktion vermieden würden) …“): Denn im Normalfall lässt sich eine Auswirkung der verringerten Beschäftigung um 1 Person gar nicht genau beziffern, da das Produktionsergebnis beständig schwankt, und zwar unabhängig von der Beschäftigung. Ohne eindeutige Beziehung lässt sich logischerweise nicht von einer Variable auf die andere schließen. Das Postulat wird nur dann erfüllt, wenn die produzierte Menge unterproportional zur Beschäftigung um genau so viel abnimmt, dass der Erlös der reduzierten Menge den Unternehmergewinn unverändert lässt.Mithin wird der Anspruch, eine allgemeingültige Beschäftigungstheorie des Kapitalismus entwickelt zu haben, nicht erfüllt. Es fehlt der von Keynes behauptete quantitativ bestimmbare Zusammenhang zwischen seinen entdeckten psychologischen Gesetzen des Marktes und dem wirtschaftlichen Ergebnis. So trifft auf die „Allgemeine Theorie..“ in gewisser Weise dasselbe zu, was Keynes der klassischen Theorie vorwirft: Dass sie nur in einem Sonderfall funktioniert, d.h. in seinem Fall bei einem normalen Verlauf der Geschäfte, wenn sich eine Produktionsperiode wie die nächste darstellt.Allerdings soll hier nicht bestritten werden, dass das Werk von Keynes einen wesentlichen Fortschritt gegenüber der Klassik darstellt, indem er die Widersprüche und Krisenhaftigkeit des kapitalistischen Systems zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen machte und die Motive und Handlungsweisen der beteiligten Akteure analysiert und beschrieben hat – insbesondere die Einflussmöglichkeiten des Staates (im positiven und negativen Sinn).

  • BillyZeKick
    2018-11-24 15:01

    Extrem schwere Kost!Keynes lesen ist irgendwie so, wie Greenspan zuhören. Man versteht zunächst sehr wenig.Ich mußte einiges wieder und wieder lesen, bevor ich eine Idee hatte was er meinen könnte, und das obwohl ich über erhebliches volkswirtschaftliches Vorwissen verfüge.Mein Fazit:Für Fachpuplikum ein muß, ein Klassiker.Für den Einsteiger nicht zu empfehlen.

  • Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek
    2018-11-15 09:42

    Dass Keynes der größte Wirtschaftswissenschaftler dieses Jahrhunderts ist, ist kaum zu bestreiten. Seine "Allgemeine Theorie..." hat er unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise von 1929 geschrieben. Er hat die Annahme, dass die Märkte alles von selbst regulieren und immer ein Vokllbeschäftigungsgleichgewicht erreichen ad adsurdum geführt. Fast alle, die Keynes in den Medien als überholt bezeichnen, haben seine Theorie nicht verstanden. Er hat als erster überhaupt eine konsistente volkswirtschaftliche Theorie, die die Funktionsweise der Märkte realistisch erklärt, konstruiert. Die Frage sei erlaubt, warum so viele Regierungen in und nach der Finanzkrise kenesianisch reagieren? Zugegeben das Werk ist nicht einfach zu lesen und zu verstehen. Aber Volkswirtschaftslehre ist sowieso nicht ganz einfach.Hätte es zu der Keynes`Lebenszeit schon einen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommen, er hätte ihn mit Sicherheit bekommen.